Wasserrad für Herzberg e.V.
 

Jubiläumsfeier 2010

10 Jahre "Wasserrad für Herzberg e.V." - 5 Jahre Wasserrad

Der Verein Wasserrad für Herzberg e.V. feiert doppeltes Jubiläum. Vor 10 Jahren (am 28. August 2000) fand die Gründungsversammlung des Vereins statt, an dem 14 Mitglieder teilnahmen. Die Zusammensetzung des Vorstandes dieses kleinen Vereins mit seinem großen Vorhaben hat sich kaum verändert. 1. Vorsitzender war und ist Uwe Mierendorf, 2. Vorsitzender Jost Constantin, Kassenwart Joachim Volkmer, Schriftführerin Dagmar Schwarzer und Beisitzerin Gertraude Renolds. Lediglich der Kassenwart wechselte von Joachim Volkmer auf Walter Henze.

Als Ziel und Zweck des Vereins wurde das Planen, Einrichten und Betreiben eines oder mehrerer Wasserräder am Herzberger Mühlengraben festgelegt. Die Förderung des Heimatbewußtseins und Kenntnisse der örtlichen Geschichte und die Förderung ökologischen Denkens und Handelns kamen hinzu.

Die ersten Jahre nach der Gründung wurde nach einem geeigneten Standort für das Wasserrad gesucht. Gerne hätte man am Mühlengraben beim Jues gebaut, doch leider ist dort im Sommer zu wenig Wasser. Unterhalb des Jues ist die Wasserführung beständiger, so daß man sich schließlich für den heutigen Standort an der ehemaligen Untermühle entschied. Als nächstes galt es, ein geeignetes Wasserrad zu finden. Die Vereinsmitglieder besuchten mehrere in Betrieb befindliche Wasserräder, um für das Herzberger Wasserrad eine optimale Lösung zu finden. Die Frage, ob das Rad aus Holz oder aus Stahl gebaut wird, ob es ober- oder unterschlächtig sein soll, mußte geklärt werden.

Mit der Stadt Herzberg hatten Gespräche über die Genehmigung stattgefunden und schließlich war die Frage der Finanzierung noch zu klären. Wasserrecht und Baugenehmigung mußten beantragt werden. Vor rund 5 Jahren schließlich wurde das Wasserrad gebaut und am 22. November 2005 in Betrieb genommen.

Seitdem läuft das Rad in Herzberg. Für einen gemeinnützigen Verein ein solches Rad zu bauen und dann zu betreiben ist nicht einfach. Neben technischer Probleme, die immer wieder auftreten, muß der Rechen, der das Rad vor Unrat schützt, mehrmals täglich gereinigt werden. Hier leisten die Vereinsmitglieder gute Arbeit.

Nach nun fünf Jahren Betrieb werden wir immer wieder gefragt, ob sich das überhaupt lohnt. Die Antwort ist: "Ja". Am Wasserrad stehen täglich Interessierte, die sich den Betrieb des Rades ansehen. Schon dafür hat es sich gelohnt das Rad zu bauen. Die Stromerlöse aber sind abhängig von der Wassermenge, die den Mühlengraben hinunterfließt. Es gab Jahre in denen die Stromerlöse zufriedenstellend waren. In Jahren mit wenig Regen - oder wenn der Mühlengraben wegen Reparaturen kaum Wasser führt - sind die Erlöse aber leider zu gering, um die finanzierten Baukosten zu tilgen. Dann ist leider auch nichts für Verschönerungen übrig. Dem Spaß an der Sache hat das keinen Abbruch getan - alle sind stolz auf das gelungene Projekt.

Es gibt für den Verein also immer etwas zu tun. Leider hat der Verein in den Jahren nach der Inbetriebnahme des Rades, keine weiteren Mitglieder bekommen. Alle, die Lust haben, gemeinsam für den Betrieb des Rades zu sorgen, sind herzlich willkommen. Wer mitmachen möchte, meldet sich beim 1. Vorsitzenden Uwe Mierendorf Telef. 05521/71780 oder bei jedem anderen Vereinsmitglied.

Fotos dazu in der Galerie
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© 2019 Karsten Schieke